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Regionales

Barbara-Denkmal

Buch in Koblenz erschienen

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Unterstützung zur Einrichtung der Brunnenfunktion gesucht

Die Initiative zum Bau des Barbara-Denkmals ging von den Veteranen des Rheinischen Feldartillerie Regiment Nr. 8 aus. Die Ausschreibung dazu gewann der Bildhauer Georg Schreyögg (1870-1934) aus München im März 1906. Einweihung und Übergabe des Denkmals an die Stadt Koblenz fanden dann am 7. Oktober 1907 statt.                   

Das von seiner Einweihung bis 1956 stadtbildprägende Barbara-Denkmal an einem exponierten Standort, musste aber einer neuen Verkehrsplanung weichen; es wurde abgebaut und städtisch eingelagert. Als man es zufällig wiederfand, waren erhebliche Schäden – vor allem an den allegorischen Figuren - entstanden. Im Jahr 2010 gingen ehemalige Artilleristen daran, die Stadtführung davon zu überzeugen, dass nunmehr eine letzte Möglichkeit zur Rettung des Denkmals bestehen würde, bevor es - der Witterung und dem Pflanzenwuchs ungeschützt ausgesetzt - dem Verfall endgültig preisgegeben sei.

Es gründete sich im Frühjahr 2011 der „Verein der Freunde und Förderer Barbara-Denkmal e.V.“, der umgehend entsprechende Verträge mit der Stadt und dem örtlichen Dienstleistungszentrum der Bundeswehr abschloss zwecks Einlagerung der Denkmalteile nach Sichtung, Registrierung und Bergung aus dem Steinlager der Stadt Koblenz mit dem Ziel der Restaurierung und Wiederaufstellung. Ein Steinmetzmeister und diplomierter Steinrestaurator hatte sich dem Verein angeboten, der dann auch mit der fachgerechten Vorbereitung und Durchführung der Bergung beauftragt wurde. Dieser hat auch die weiteren Restaurierungsarbeiten durchgeführt.

Das Denkmal konnte schließlich nach vierjähriger Bauzeit am 21. März 2015 an die Stadt Koblenz übergeben werden – allerdings ohne die Realisierung der Brunnenfunktion. Es wurde dann im Januar 2016 in die Liste der Denkmäler Rheinland-Pfalz wieder aufgenommen. Bis heute wurden weitere Restaurierungsarbeiten wie Beleuchtung, Stromkasten und Informationsstele durchgeführt. Es fehlt aber noch die Brunnenfunktion, die nochmals eine erhebliche Investition bedeutet, aber der Verein will dieses letzte Projekt unbedingt  realisieren. Aus diesem Grund und auch, um das Denkmal weiter bekannt zu machen, arbeitete der Verein an der Erstellung eines Buches, das zur Jahreswende 2017/18 erschienen ist.

Die Zielsetzung des Buches ist es, den Sinn der Wiederherstellung des Barbara-Denkmals in Koblenz darzulegen und damit die Rolle dieses Kunstwerks in unserer Zeit deutlich werden zu lassen. Darüber hinaus soll das Buch als Dokumentation der Restaurierung und des Wiederaufbaus für die geschichtlich und fachlich Interessierten dienen, weil es doch als Teil unserer Erinnerungskultur einen seltenen Vorgang in Deutschland darstellt.

Das Buch wurde ausschließlich durch zweckgebundene Spenden finanziert. Dies bedeutet, dass jeder Euro aus dem Verkauf dem Denkmal zu Gute kommt, und damit die Brunnenfunktion hoffentlich bald realisiert werden kann. Die Autoren und Lektoren haben auf jegliches Honorar verzichtet, auch der Verlag hat die Kosten so gering wie möglich gehalten. Das Buch kann direkt über den Verein, aber auch im Buchhandel zum Preis von 25,90 Euro erworben werden. Wer beim letzten Schritt der Wiederherstellung des Denkmals helfen will, kann dies natürlich auch mit einer Spende tun (Bankverbindung siehe Informationskasten zum Buch)!