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Festivals, Lustgärten & Prunk:

Barocke Lebensfreude in Salzburg

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Wer die Mozartstadt von ihrer schönsten Seite erleben will, kommt zur Freilicht-Saison. Hochkarätige Märkte, Open-Air-Events und Festivals geben der Salzachstadt internationales Flair. Auch jenseits von Festspieltrubel, Mozartkugeln und Trachtenidyll hat die barocke Stadtschönheit einiges zu bieten. Zahlreiche Sehenswürdigkeiten lassen sich bei ausgedehnten Streifzügen zu Fuß entdecken. Denn trotz ihrer historischen Größe und Dynamik hat sich das Stadtherz seine sympathische Überschaubarkeit erhalten.

Im Künstlercafé in aller Ruhe fürstlich frühstücken, während der Blick über die von grünen Bäumen umsäumte Salzach schweift, durch den Mirabellpark flanieren, der sich ab Mai in gewohnt barocker Manier von seiner prächtigsten und buntesten Seite zeigt, durch die historische Altstadt spazieren, die jetzt erst so richtig zum Leben erwacht – Hotel reservieren, Koffer packen, Bahnticket buchen und ab nach Salzburg!  Als Ganzjahresdestination ist die Mozartstadt attraktiv von Frühling bis Winter. Wenn die ersten warmen Sonnenstrahlen locken, überall in den Gärten die Magnolien in voller Blüte stehen und sich die Terrassen der legendären Straßencafés mit Einheimischen und Touristen füllen, versprüht die Stadt allerdings einen besonderen Charme. Wenn das Wetter mitspielt, lässt sich mitunter sogar ein Blick auf die schneeweißen Alpengipfel erhaschen. Die steigenden Temperaturen machen Lust, Salzburg mit seinen engen Gassen, opulenten Plätzen und romantischen Parks zu erkunden. Malerisch zwischen dem Kapuzinerberg und dem Mönchsberg gelegen, teilt die Salzach die City in zwei Hälften – die rechte und die ältere linke Altstadt, die durch pittoreske Brücken miteinander verbunden sind. Die Liebhaber von Musik und Kultur werden ebenfalls auf ihre Kosten kommen. Jetzt beginnt die Zeit der Feste, Märkte und Festivals. Mit den traditionellen Pfingstfestspielen, die vom berühmten Dirigenten Herbert von Karajan begründet wurden, startet die Kulturmetropole in die Festspielsaison, die mit den Festspielen im Sommer ihren spektakulären Höhepunkt findet. Die Salzburger Konzerte und Bühnenproduktionen zählen zu den Besten im internationalen Veranstaltungskalender. Unter der Neo-Intendanz von Markus Hinterhäuser wird das Programm 2017 ausschließlich aus szenischen Neuinszenierungen bestehen. Die Besucher dürfen sich auf vier Schauspiel- und fünf Opernproduktionen freuen: Darunter eine Mozart-Oper mit einem Originalklangensemble, sowie ein Schlüsselwerk der Moderne.

Events in Salzburg:

·      29. April bis 30. April: Kunst- und Designmarkt

·      2. Juni bis 5. Juni: Salzburger Pfingstfestspiele

·      17. Juni bis 18. Juni: Salzachgalerien. Open-Air Kunstbasar am Makartsteg

·      21. Juli bis 1. Juli: Internationales Avantgarde-Festival

·      21. Juli bis 30. August: Salzburger Festspiele – das weltweit bedeutendste Festival der klassischen Musik und darstellenden Kunst

Ein barockes Juwel nördlich der Alpen

Wer sich auf eine faszinierende Zeitreise begeben und in Pracht und Eleganz schwelgen möchte, ist in Salzburg richtig. Im Auftrag der Fürsterzbischöfe entstanden im 17. und 18. Jahrhundert barocke Kirchen- und Häuserfronten, Brunnen und Gärten – inspiriert vom üppigen Prunk Roms. Dazu wurden die größten Architekten jener Zeit in die Salzachstadt geholt. Mit dem Resultat, dass das historische Zentrum 1997 zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt wurde. Die repräsentativen Bauten tragen noch heute wesentlich zur weltberühmten Stadtsilhouette bei, die nicht umsonst auch den Namen „Rom des Nordens“ trägt. Die Altstadt am linken Salzachufer mit dem Dom und den beiden Residenzen in ihrer Mitte ist eine Manifestation barocken Lebensgefühls. Nicht weniger faszinierend ist das enge Geflecht aus Gässchen, Höfen und Durchhäusern, das dem historischen Kern sein besonderes Flair verleiht. Die hier beheimatete Getreidegasse, Salzburgs berühmteste Flanier- und Einkaufsmeile, gehört zu den Highlights jeder Citytour. Mit der gleichen Mischung aus üppigem Barock und strengem Mittelalter wartet, wenngleich etwas kleiner dimensioniert, auch der Altstadtteil rechts des Flusses auf. Hier führt die Tour durch die Prunkräume des fürsterzbischöflichen Lustschlosses Mirabell und dessen eleganten Park. Nicht weit vom angrenzenden Mozarteum ist das Wohnhaus der Mozarts beheimatet – für den Kulturbesucher ein Muss.

Ein Kurztrip in die Mozartstadt: Sehenswürdigkeiten und Tipps

Tag 1: Kunst, Kultur & Barockidyll

Kaffeekultur wird großgeschrieben in Salzburg, selbstredend beginnt ein gelungener Tag mit einer Tasse braunen Golds. Es lohnt sich, das Hotel ohne Frühstück zu buchen und stattdessen das Cafe Bazar zu besuchen – seit jeher ein Treffpunkt für Künstler, Dichter und Denker. Illustre Persönlichkeiten wie Marlene Dietrich, der Gründer der Salzburger Festspiele Max Reinhardt und der Schriftsteller Hugo von Hofmannsthal waren hier bereits zu Gast. Direkt am rechten Salzachufer gelegen, erlaubt das Kaffeehaus einen herrlichen Blick auf die Altstadt mit der Festung Hohensalzburg. Auch für Langschläfer ist das Bazar die Adresse der Wahl, da hier das Frühstück ganztägig serviert wird. Ausgeschlafen und gestärkt steht das erste Rendezvous mit der Stadt auf der Agenda, die sich von den luftigen Höhen des Mönchsbergs aus besonders gut überblicken lässt. Mit dem Aufzug geht es binnen 30 Sekunden im Felsinneren nach oben zur Bergstation, die nicht nur einen herrlichen Panoramablick bietet, sondern auch das Museum der Modere beherbergt – ein Hotspot der zeitgenössischen Kunstszene. Im architektonisch eher puristisch gestalteten Bau werden auf drei Ebenen Kunst internationalen Formats sowie Werke aus der eigenen Sammlung in Wechselausstellungen gezeigt. Noch bis zum 18. Juni bereitet die US-amerikanische Cellistin und Performancekünstlerin Charlotte Moormann mit gleichnamiger Ausstellung „Ein Fest des Staunens“. Das Schaffen und die Rolle als Vermittlerin von Avantgardekunst der als „Topless Cellist“ und Muse von Nam June Paik bekannten Künstlerin werden in dieser Ausstellung erstmals gewürdigt.

Wieder unten in der Gastättengasse angekommen, lässt sich von hier aus hervorragend die linksufrige Altstadt erkunden. In der nahe gelegenen Getreidegasse wimmelt es von Menschen aus aller Herren Länder, sodass man sich mitunter nur langsam vorwärts schieben kann. Die malerische Einkaufsstraße mit den hohen und schmalen Häusern, an denen schmiedeeiserne Zunftzeichen prangen, ist relativ eng. Einzigartige Boutiquen und zahlreichen Geschäfte für Mode, Schmuck, Trachten, Antiquitäten und Spezialitäten laden zum Stöbern und Shoppen ein. Zwischendurch lässt sich ein Blick in die romantischen Innenhöfe erhaschen. Früher lag hinter der Häuserfront in der Regel ein Garten, der im Laufe der Zeit immer mehr verbaut wurde, um Platz für Werkstätten, Lager, Ställe und Dienstboten-Wohnungen zu schaffen. Die so entstandenen Rückgebäude, die mit dem Haupthaus verbunden wurden, ließen die typischen Innenhöfe entstehen. Historische Durchhäuser wurden zu Einkaufspassagen und erfüllen heute die Funktion gedeckter Galerien. Im „Hagenauer Haus“ in der Getreidegasse Nr. 9 wurde am 27. Januar 1756 Salzburgs Wunderknabe geboren – Wolfgang Amadeus Mozart. In den früheren Wohnräumen der Familie Mozart befindet sich jetzt das Mozart-Museum. Wer sich durch das städtische Wurzelwerk gekämpft hat, findet sich früher oder später am Alten Markt wieder, der im 13. Jahrhundert als Handels- und Marktplatz angelegt wurde. Gegenüber der Alten Residenz, der fürsterzbischöfliche Palastanlage, befinden sich das Traditionscafé Café Tomaselli und die Café-Konditorei Fürst, deren Begründer die Mozart-Kugel kreierte. Wer abends noch in Stimmung ist, findet in Salzburg ein abwechslungsreiches Programm für jeden Geschmack. Darf es vielleicht ein klassisches Konzert im Marmorsaal des Schloss Mirabell sein? Wem der Sinn nach leichterer musikalischer Kost steht, kann den Tag alternativ im Jazz-Keller, im Lounge-Club oder während angesagter Funk-, Austropop- oder Techno&House-Sessions im Republiccafe beschließen.

Tag 2: Amadeus, Amadeus: Zwischen Tradition und Moderne

Die rechtsufrige Altstadt schmiegt sich ebenfalls an einen Berg – den Kapuzinerberg, der entweder über das Franziskustor in der Linzer Gasse oder über die Imbergstiege in der Steingasse erreichbar ist. Der 640 m hohe Berg ist mit seinem grünen Plateau ein Naherholungsgebiet für Ruhesuchende, Wanderer und Sportler. Wer den Tag geruhsamer angehen möchte, flaniert nach dem Frühstück durch den ans Schloss Mirabell angrenzenden Mirabellgarten. Der barocke Lustgarten wurde 1854 von Kaiser Franz Joseph der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und präsentiert sich bis heute als gartenarchitektonisches Kleinod. Den Rosengarten, das Heckentheater, den von marmornen Groteskfiguren bevölkerte Zwerglgarten und die schöne Orangerie sollte sich niemand entgehen lassen. Auch Mozart hat auf dieser Seite der Stadt seine Spuren hinterlassen. Neben dem Mozarteum, dem Mekka aller Mozartforscher, übt das Mozart-Wohnhaus am nahen Makartplatz eine große Anziehungskraft auf Musikliebhaber aus. Wer nach so viel Sightseeing seinen Koffeinpegel anheben möchte, kann dies im Café Classic tun, das im Mozart-Wohnhaus beheimatet ist. Er kann aber auch im um die Ecke gelegenen Café Sacher einkehren, in dem die Original Sacher-Torte und andere Köstlichkeiten serviert werden. Salzburgs rechtsufrige Riverside bietet Gelegenheit zum Flanieren und Stöbern. Die am Fuße des Kapuzinerbergs gelegene urige Steingasse versprüht mittelalterlichen Charme – ein beschauliches Erlebnis am späten Vormittag, wenn die Sonne die Fassaden der alten Häuser stimmungsvoll belebt. Weiter führt der Weg durch die Linzer Gasse, die für ihren exklusiven Branchenmix bekannt ist. Sie ist das stimmungsvolle Gegenstück zur linksufrigen Getreidegasse. Ramsch- und Billig-Souvenirläden sind hier rar. Dafür gibt‘s gehobenes Kunsthandwerk, Nostalgie, Galerien, Schmuck und Antiquitäten zu entdecken. Wer nach dem Lustwandeln und Einkaufen noch nicht müde ist und den Citytrip in legendärem Ambiente beschließen möchte, bucht das beliebte Mozart-Dinner-Concert. Das charmante Musikerlebnis mit Candle-Light-Dinner findet ganzjährig in der Erzabtei St. Peter statt. Hier erlebt der Gast einen Abend, wie er anno 1790 hätte gewesen sein können – im mit Kerzenlicht beleuchteten Barocksaal liefern die Künstler in historischen Kostümen ein einzigartiges Arien-Potpourri.

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